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Abb. 1: Die Subscapularissehne
ist massiv degenerativ verändert und aufgefasert,
der Oberarmkopf weist Knorpelschäden am Eintritt
in den Sulcus bicipitalis auf, vermutlich Folge
eines chronischen subacromialen Impingements und
einer Instabilität der langen Bicepssehne. Diese
wird durch eine Aufweitung des sog. Pulleysystems
bedingt, welche wiederum in Zusammenhang mit der
vorliegenden degenerativen Teilruptur der Subscapularissehne
zu sehen ist. Am oberen Bildrand ist die lange
Bicepssehne dargestellt. |
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Abb. 2: Das anteriore Labrum
weist lediglich leichte Auffaserungen auf, hier
kein Anhalt für stattgehabte Luxationen oder chronische
Instabilität.
Abb. 3: Die Supraspinatus-
sehne zeigt eine Teilruptur, wobei diese sich
in üblicher Weise von den intervallnahen Manschettenanteilen
nach dorsal bis in den Bereich des Infraspinatusansatzes
erstreckt. |
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Abb. 4: Nach Überprüfung aller
Strukturen mit dem Tasthaken erfolgt über einen
Arbeits-
zugang im intervallnahen Rupturbereich ein anfrischen
der Spongiosaoberflächen am Sulcuseintritt, im
Footprintbe-
reich der Subscapularissehne und am Tuberculum
majus mit einer Kugelfräse. Hier zeigen sich auch
tendopathische und tendinitische Veränderungen
der langen Bicepssehne. |
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Abb. 5: Mit dem Shaver wird
der degenerativ teilrupturierte Suprapinatusansatz
debridiert, um ein besseres Einheilen zu gewährleisten.
Abb. 6: Nun wird über den Arbeitszugang ein Titan-Anker
mit 2 Hochleistungsfäden eingebracht. |
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Abb. 7: Ein vorderer Arbeitszugang
wird klassisch am Oberrand der Subscapularissehne
angelegt, um Fadentransport und -management zu
erleichtern. |
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| Abb. 8: Die Fäden werden in
arthroskopischer Nahttechnik durch die lange Bicepssehne
und die Subscapularissehne vorgelegt und dann
mit Hilfe eines Knotenschiebers festgezogen. Zuvor
wurde die lange Bicepssehne an ihrem anatomischen
Ansatz am Gelenkpfannenoberrand abgelöst, die
Subscapularissehne mobilisiert. Man erkennt die
gleichzeitig reponierende und stabilisierend-konstringierende
Wirkung des Befestigungsfadens an der Subscapularissehne. |
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| Abb. 9: Nun erfolgt die Refixation
der subtotal rupturierten Supraspinatussehne in
der sogenannten PASTA-Repair-Technik (= Partiale
artikulärseitige Supraspinatus-Sehnen
(=engl. "-Tendon") Avulsionsläsion).
Ein Führungsloch wird in der harten Spongiosa
des Tub. majus "angekörnt", dann wird der Anker
durch die teilrupturierte Sehne eingebracht und
im Knochen versenkt. In einem Zwischenschritt
ist bereits eine endoskopische Evaluation des
subacromialen Raumes erfolgt inclusive Bursektomie
und Reinigung der bursaseitigen Manschettenanteile. |
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Abb. 10: Jetzt werden die 4
Fadenenden unter Verwendung eines kanülierten
Nahtsystems gezielt durch die Supraspina-
tussehne transportiert, die Anlage erfolgt angedeutet
sternförmig. |
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| Abb. 11: Wenn alle
Fäden korrekt positioniert sind, ergibt sich dieses
intraarticuläre Bild. |
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Abb. 12: Nun werden die Fäden
im Subacromialraum eingefangen und paarweise durch
die Arbeitszugänge ausgeführt. |
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Abb. 13: Dann erfolgt das Verknoten
in arthroskopischer Technik. Die Supraspinatus-
sehne legt sich satt auf das vorbereitete Spongiosalager
- dies wird durch eine intraarticuläre optische
Überprüfung sichergestellt. Bei entsprechender
Nachbe-
handlung kann der Supra-
spinatus Sehnenansatz nahezu seine natürliche
Festigkeit zurückerlangen. |
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Abb. 14: In einem abschließen-
den Schritt erfolgt nun eine laterale Clavicula-Resektion
in endoskopischer Technik mit dem sogenannten
Acromionizer (rotierende Knochenfräse), um die
AC-Gelenkspathologie zu behandeln sowie das Abtragen
des störenden Acromion-
spornes (= Schulterdachsporn), |
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der als Auslöser der Rotatorenmanschettenpathologie
anzusehen ist. Dadurch sollen die rekonstruierten
Manschettenanteile dauerhaft geschützt und entlastet
werden. |
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Im Anschluss an den Eingriff
verbleibt der Patient für 2 Tage in stationärer
Behandlung zur Schmerztherapie und Einleitung
der krankengymnastischen Übungsbehandlung.
Die Nachbehandlung sieht das 4-6-wöchige Tragen
einer Abduktionsbandage vor, die jedoch immer
wieder stundenweise, insbesondere auch zur Körperpflege,
abgenommen werden kann. Schonende passive Übungsbehandlungen
durch eine Motorbewegungsschiene (CPM) und im
Rahmen von Physiotherapie bis 45° Abduktion erfolgen
bereits wenige Tage nach dem Eingriff. Bis zum
Einheilen der Bicepssehne ist auf aktive Ellenbogenflexion
gegen Widerstand zu verzichten. Rotationsübungen
können schmerzlimitert aktiv ausgeführt werden,
wobei 0° Außenrotation wegen erfolgter Refixation
der Subscapularissehne nicht zu überschreiten
sind. |