Schulterspezialist Dr. Hubertus Hirt.
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Schulterprobleme - Behandlung & Therapie | Schulterzentrum

Abhängig von Auslöser, Beschwerdedauer und Ausprägung der Beschwerden kann bei den meisten Schulterproblemen zuerst ein konservativer Therapieversuch unternommen werden. Hier sind Vorgehensweise und Therapiekonzepte recht ähnlich:

• Schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente als Tablette oder Injektion

• Physikalische Therapie mit Ultraschall, Eisanwendung, Reizstrom, Lasertherapie oder Stoßwellenbehandlung

• Physiotherapie mit verschiedenen lockernden, mobilisierenden und kraftaufbauenden Techniken

Bestehen erhebliche Schulterschmerzen seit mehr als 6 Monaten, liegt eine schwerwiegende unfallbedingte Verletzung vor, oder ist gar der Nachweis einer Rotatorenmanschettenruptur (z. B. der Supraspinatussehne) erfolgt, so besteht in der Regel eine sogenannte "OP-Indikation". Dies bedeutet, dass eine dauerhafte Ausheilung der Schulterbeschwerden nur mit einem Eingriff erreicht werden kann.

Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Die Operationstechniken am Schultergelenk haben in den vergangenen 15 Jahren eine rasante Entwicklung durchlaufen. Von der belastenden, offenen Schulter-OP  mit Freilegung des Schultergelenks über einen großen Hautschnitt sind Schulterexperten zu eleganten, minimal-invasiven Eingriffen übergegangen.
Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Nahezu alle Erkrankungen der Schulter können durch einen versierten Operateur heutzutage arthroskopisch, das heißt über kleine Einstiche in einer schonenden "Schlüssellochtechnik" behandelt werden (minimal-invasive Schulteroperation). Entsprechend gering fallen daher Wundschmerz und Erholungszeit aus.

Am Beispiel des häufig vorkommenden Impingement-Syndroms soll der im Schulterzentrum Dr. Hirt in Freiburg übliche Behandlungsweg eines Patienten kurz dargestellt  werden. In unserem Beispiel handelt es sich um eine 47-jährige Patientin, die seit mehr als einem Jahr unter Schulterschmerzen leidet. Krankengymnastik und Schmerztabletten haben keine anhaltende Besserung erbracht. Bei der Ultraschalluntersuchung konnten keine tiefergehenden Sehnenschäden festgestellt werden, auch liegt keine Kalkschulter als Erklärung für das Schulterproblem vor. Die digitale Röntgenaufnahme zeigte eine ungünstige Schulterdachform (Acromion Typ 3 nach Bigliani) mit Einengung des Sehnengleitraumes. Ist die Engpass-Situation zu ausgeprägt, kann in manchen Fällen auch eine optimale Übungsbehandlung (KG) keine nachhaltige Heilung mehr ermöglichen. Im MRT (Kernspin) konnte bei unserer Patientin eine Rotatorenmanschettenruptur (häufige Spätfolge eines langjährigen Impingementsyndroms) ausgeschlossen werden.

Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Im vertrauensvollen Gespräch informiert der Arzt nach dem Scheitern der konservativen Therapie nun seine Patientin über die Möglichkeit, die Schulterbeschwerden durch eine minimal-invasive Operation dauerhaft zu heilen. Ein Operationstermin wird vereinbart, eine Voruntersuchung beim Hausarzt eingeleitet. Hier werden nochmals alle wichtigen Laborwerte erhoben und eine EKG-Untersuchung durchgeführt. So kann sichergestellt werden, dass die Patientin gesund und belastbar für eine kurze
Vollnarkose ist.

Etwa 10 Tage vor der Operation stellt sich die Patientin erneut in der Sprechstunde des Schulterspezialisten vor:

Bei der Vorbesprechung in der Praxis werden nochmals Vorgeschichte und alle erhobenen Befunde besprochen. Die Schulter wird untersucht, um eine ausreichende Beweglichkeit und reizfreie Hautverhältnisse als Grundvoraussetzung für den geplanten Eingriff sicherzustellen. Nun werden die Art des Eingriffs, mögliche Erweiterungen, Risiken und die geplante Nachbehandlung erläutert.

Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Die Patientin wird am Operationstag für den Eingriff vorbereitet. Dieser erfolgt in halb-sitzender Position (Beach-Chair), in der Regel in Vollnarkose.
Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Nach arthroskopischer Untersuchung des Schultergelenkes (Rundgang) und Ausschluß einer Verletzung von Bicepsanker, Gelenklabrum oder Rotatorenmanschette wird das Arthroskop in den Raum unter dem Schulterdach eingeführt. Hier zeigt sich der sogenannte Acromionsporn, der durch Einengung des Gleitraumes unter dem Schulterdach zu einer mechanischen Reizung von Schleimbeutel und Rotatorenmanschette führt. Er ist bei dieser Patientin Auslöser der hartnäckigen Schulterschmerzen.
Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Unter Verwendung von Präzisionsinstrumenten (Shaver) wird die Vorderkante des Schulterdachs schrittweise zu einer optimalen Form ummodelliert.
Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Die abschließende Aufnahme zeigt die glatte Unterfläche des neu geformten Schulterdaches. Im Laufe der kommenden Monate wird sich der Knochen mit einer elastischen, gleitfähigen Knochenhaut überziehen. Sobald sich der zwischen Sehnen und Schulterdach liegende Schleimbeutel (Bursa) wieder regeneriert hat, werden die Schulterbeschwerden vollständig abgeklungen sein.
Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Die Nachbehandlung gestaltet sich frühfunktionell, eine längere Ruhigstellung ist nicht erforderlich. Nur bei Verletzungen der Rotatorenmanschette oder Stabilisierungseingriffen ist das Tragen einer Armbandage für einige Wochen angezeigt.
Dr. Hirt, Orthopädie Freiburg, Freiburger Orthopädie, Orthopaedie, Orthopäde, Orthopaedie Freiburg Die Patientin aus dem vorliegenden Fallbeispiel konnte nach einer Woche wieder selbständig ihren Haushalt versorgen, nach 10 Tagen autofahren und nach 3 Wochen eine ambulante Rehamaßnahme antreten. Nach nur 7 Wochen konnte sie auf der operierten Seite schlafen und war wieder voll in das Arbeitsleben als Assistentin der Geschäftsleitung integriert.